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Ziel und Aufgaben unserer Initiative

Die Anzinger Initiative wurde im Jahre 1991 von Ingeborg Nünke ins Leben gerufen.

 

Es ist uns ein großes Anliegen Menschen und vor allem Kindern, die unter der Tschernobylkatastrophe leiden zu unterstützen.

 

Um gezielte Hilfe leisten zu können, konzentrieren wir uns auf die Sowchose Wolinzy in Weißrussland. Wolinzy liegt etwa 100 km nördlich von Tschernobyl.

 

Das Gebiet um Wolinzy ist besonders stark belastet, da die damals in Richtung Moskau ziehende radioaktive Wolke gezielt hier abgeregnet wurde.

Wir haben uns zunächst zur Aufgabe gemacht, Kinder aus dem verstrahlten Gebiet zu einem Erholungsaufenthalt nach Bayern einzuladen.

 

Ziel war, ihr geschwächtes Immunsystem, durch das Leukämien und Krebstumore ausgelöst werden, wieder zu stärken. Es ist erwiesen, dass dies in so kurzer Zeit möglich ist.

 

Wir versuchen alle Kinder der Schule Wolinzy jedes Jahr für 4 Wochen in einer Familie unterzubringen, wo sie liebevoll aufgenommen werden und Ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird.

Sie sehen wie sich das Leben in unseren Familien abspielt und können eventuell das Positive mit nach Hause nehmen.

 

Nach Abschluss der Schule unterstützen wir die Jugendlichen bei einer Berufsausbildung in Weißrussland.

Die Unterstützung von monatlich 50 € wird durch Patenschaften oder von der Initiative übernommen.

 

Da es in Wolinzy keine Möglichkeit der Ausbildung gibt, müssen die Jugendlichen  zur nächst größeren Stadt, die mindestens 100 Km entfernt in weniger verstrahltem Gebiet liegt.

Dort haben sie die Chance nach der Ausbildung eine neue Existenz aufzubauen und somit außerhalb des schwer belasteten Gebietes zu leben.

 

Ohne unsere Unterstützung war es, außer dem Sohn des Schuldirektors, keinem Kind möglich einen Beruf zu erlernen.

 

 

 

Was haben wir bis jetzt erreicht?

Sommeraufenthalte

Mittlerweile fanden bereits 18  Sommeraufenthalte von jeweils 4 Wochen statt, bei denen jedes Mal ca. 50 - 80 Kinder und Mütter mit kleinen Kindern in Familien untergebracht werden konnten.
In der Regel sind die Kinder immer in der gleichen Familie. Durch die vielen Einladungen, oft ab der 1 bis zur 11 Klasse, werden sehr innige Beziehungen aufgebaut.

Lebensmittelpakete

Die Kinder bekommen bei Ihrer Heimreise ein Lebensmittelpaket und eine Tasche mit warmer Kleidung und Schuhen mit nach Hause.

Acht Hilfstransporte

Medikamente, Kleidung, Lebensmittel usw.

Au-pair Aufenthalte

Unser Verein vermittelt seit dem Jahr 1993 auch den jugendlichen Schulabgängern aus Wolinzy einjährige Au-pair ¬Aufenthalte, wobei die Burschen überwiegend in der Landwirtschaft und die Mädchen in privaten Haushalten unterkommen. Während dieses Jahres soll ihnen Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Sprache zu lernen, Kenntnis von unserer Kultur und Lebensart zu erlangen und sich gleichzeitig von der radioaktiven Belastung zu erholen.

Berufsausbildung

Es wird allen Schulabgängern eine finanzielle Unterstützung für ihre Berufsausbildung zugesichert.

Erfolgreiche Beispiele:

Bundjelev Stanislav –
hat den Führerschein gemacht, hat Schweißer gelernt und arbeitet in Rogatchov 100 Km nördlich von Wolinzy, in einem unverseuchten Gebiet.

Julia Lebedko –
hat 3 Jahre Krankenschwester gelernt, und arbeitet in der Nähe von Korma in einem Kinderheim. Sie macht eine Weiterbildung als Physiotherapeutin.  

Ivan Balbokov –
ist 18, kommt aus einer sehr schwierigen Familie, hat Maurer gelernt, sein Praktikum in Korma gemacht und arbeitet jetzt außerhalb des verseuchten Gebietes, in Rogatchov.

Lena Tchaika –
 hatte als Friseurin angefangen, hat aber jetzt Köchin in Gomel gelernt, und arbeitet in einem Restaurant 40 km von Rogatchov in einem unverseuchten Gebiet.

Die konkreten Beispiele sind uns wichtig, weil Sie uns und Ihnen zeigen, dass unsere Arbeit alle die Jahre, bei diesen damals kleinen Kindern, sich gelohnt hat.
Diese  jetzt Erwachsenen sind alle regelmäßig im Erholungsurlaub in Deutschland gewesen und haben von hier viele Eindrücke mit nach Hause genommen.
Sie haben ihr Schicksal in die eigene Hand genommen!  

Wie geht es weiter?

Ob wir die Kinder aus der Schule Wolinzy dieses Jahr und auch in Zukunft wieder einladen können, ist allerdings sehr fraglich.
Mit den Ausgaben für die letzte Kindereinladung (Fahrtkosten und Krankenversicherung) und die Ausbildungsunterstützung der Schulabgänger in Wolinzy, haben wir unser Spendenkonto nahezu ausgeschöpft. Wir sind daher dringend auf weitere Spenden und Patenschaften angewiesen.
Uns allen ist bewusst, wie wichtig es für diese Kinder in der Sperrzone ist, dass wir für sie da sind und wir wissen, wir sind die einzigen - sie können sonst von keiner Seite Beistand erwarten.
Mit dieser Erkenntnis, fällt es uns schwer die Kontakte nach Weißrussland einfach abzubrechen und die Kinder sich selbst zu überlassen.

Deshalb unsere Bitte an Sie - helfen Sie mit!


Information wie Sie helfen können finden Sie im Menü „Ihre Hilfe

 
 
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